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ab 599,00 €

Natur-Erlebnis Kibbutz

Mietwagenreise im oberen Galiläa und See Genezareth

Kibbutzerlebnis im Oberen Galiläa und See Genezareth

Am Ufer des See Genezareth geht es los: Wandern Sie den Jesus Trail, ein einzigartiger Wanderweg. Hügel, Wiesen und der See - ein Kunstwerk an Natur erwartet Sie.
Und die Umgebung lohnt sich mit Ihrem Mietwagen zu erfahren: Zfad, der Ort der Kaballa, oder Nazareth, ein Muss für jeden Israelbesucher.
Der See Genezareth - einmal im Leben mit dem Boot über "den" See zu fahren gehört ebenfalls zu Ihrem Aufenthalt.
Im oberen Galiläa entdecken Sie die Natur und können die Vielfalt des Landes hautnah zum anfassen spüren: Wandern, Klettern und die ursprüngliche Natur erleben.
 
Ein Muss für jeden Kenner und Naturliebhaber!
 
 
 

1.Tag

Tel Aviv - See Generareth


Ankunft am Flughafen Ben Gurion Tel Aviv und Übernahme Ihres Mietwagens für die nächsten Tage. Auf Ihrer Fahrt werden Sie bereits die ersten Eindrücke ereilen. Fahren Sie vorbei an landschaftlichen Schönheiten in Richtung Tiberias, dort wo Sie die kommenden 3 Nächte im Kibbutz Ma´agan oder Ein Gev verbingen werden.(A)

2. Tag

See Genezareth


Genießen Sie ein israelisches Frühstück und starten gestärkt in den Tag.
Der See Genezareth spielt eine wichtige Rolle für das Christentum und stellt daher einen wichtigen Anziehungspunkt für Pilger aus aller Welt dar. Dem Neuen Testament nach war der See und seine Umgebung ein Zentrum im Wirken Jesu.
Hier wandelte er auf dem Wasser und vollbrachte einige seiner wichtigsten Wunder, wie etwa das vom Brot und den Fischen in Kapernaum. Um den See herum befinden sich einige der bedeutendsten heiligen Stätten für die christliche Welt, wie etwa der Berg der Seligpreisung, die Taufstelle (Jardenit), die Kirche des Brotes und des Weines, Kapernaum, Kurazim und das hölzerne Fischerboot, das auf dem Seegrund gefunden wurde und in Ihrem Kibbuz Ginosar zu besichtigen ist.
Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende mit der Übernachtung im Kibbutz. (F, A)

3.Tag

Wandern im Nationalpark


Heute dürfen Sie „aktiv" sein und erkunden auf einer Wanderung den kleinen Tel Dan Nationalpark mit seinem Dan River, einer Quelle des Jordan. Kleine Wasserbecken laden zu einem erfrischenden Bad ein. Örtliche Veranstalter bieten Kajaktrips am nahgelegenen Jordan an. (F, A)

4.Tag

oberes Galiläa


nach dem Frühstück verlassen Sie den Kibbutz gen Norden und reisen in das obere Galiläa.

Galiläa besticht durch seine wunderbare Natur, durch die fließenden Hügel, die der Landschaft eine ganz eigene Charakteristik verleihen. Aber auch Bergketten und hohe Berggipfel, ein Fluss und zahlreiche Bäche und Quellen, biblische und ewig grüne Landschaften, Wälder, Täler und Seen – das sind die ganz besonderen Eigenschaften Galiläas
4 Übernachtungen im Kibbutz Kfar Giladi(F,A)

5.Tag

Berg Meron - Drusendörfer


Galiläa ist ein bergiges Gebiet im Norden Israels, das in zwei Hauptteile eingeteilt ist: das nördliche und höhere obere Galiläa sowie das südliche untere.
So ist etwa der im oberen Galiläa gelegene Meron Berg 1208 Meter hoch, während der Gipfel des im unteren Galiläa gelegenen Kamon Berges lediglich auf 602 Meter kommt.
Aufgrund des vielen Wassers und der fruchtbaren Erde in den galiläischen Tälern war die Gegend schon im Altertum vergleichsweise dicht besiedelt. Heute setzt sich die Bevölkerung Galiläas aus den verschiedensten ethnischen Gruppen zusammen.
Hier befinden sich drusische Dörfer (wie etwa Bet Jan und Peki’in), tscherkessische Siedlungen (Rihanja und Kfar Kama), die jeweils ihre von Alters her überlieferten Traditionen bewahren, aber auch zahlreiche arabische Dörfer mit entweder einer muslimischen (Kfar Jasif) oder einer christlichen (Fassuta) Mehrheit.
Entdecken Sie das Naturgesicht Israels - ein Natur & Kultur-Erlebnis. (F,A)

6.Tag

den Golan entdecken


Die Golanhöhen, ein Hochplateau vulkanischen Ursprungs im Norden Israels, gehören zu den schönsten und meistbesuchten Gegenden des Landes. Seine einprägsamen Landschaften bergen beschauliche Naturschutzreservate, historische und archäologische Sehenswürdigkeiten sowie Attraktionen für die ganze Familie. Manche nennen die Golanhöhen das „israelische Texas“, andere wiederum betrachten sie als Land der Bäche und Teiche.
Viele Besucher haben die Landschaften des Golan jedenfalls in ihr Herz geschlossen und möchten sie nicht missen.
Landschaftlich bestehen die Golanhöhen hauptsächlich aus einem rund 60 km langen und schmalen Basaltstreifen, der von 300 m im Süden langsam auf bis zu 1200 m über des Meeresspiegel im Norden ansteigt.
Im Osten wird das Plateau von einer Reihe von Vulkankratern begrenzt, die wie aneinandergereihte Perlen aus dem flachen Gelände aufragen, und im Westen und Süden fällt der Basaltfelsen steil zum Jordanbecken, zum Jordannebenfluß Jarmuk sowie zum See Genezareth ab.
Überall auf den Golanhöhen finden sich Sehenswürdigkeiten, die das ganze Jahr über besucht werden können. Im Winter zieht es Wintersportfreunde und andere Besucher, die den Anblick verschneiter Landschaften genießen möchten, auf das im Norden direkt an die Golanhöhen anschließende Hermonmassiv. Fast jeden Winter herrschen dort gute Schneeverhältnisse für Skifahrer.
Im Sommer erfrischen sich viele Wanderer im kühlen Naß der Golanbäche.
Aufgrund ihres trockenen Klimas am Tage mit kühlen Abenden suchen viele Besucher Golanhöhen vor allem zu dieser Jahreszeit als erholende Unterbrechung vom feuchten Klima im Landeszentrum auf.Im Frühling bieten die von einem riesigen bunten Blumenteppich überzogenen weiten Ebenen einen grandiosen Anblick, und im Herbst locken die angenehmen Temperaturen viele Wanderer auf die Wanderpfade des Golan.
Auf den Golanhöhen kann man auf Pferde- und Rinderfarmen das authentische Cowboyfeeling erleben, selber Kirschen, Himbeeren und andere Saisonfrüchte pflücken und im biblischen Ort Gamla Adler in Felsnischen im Naturreservat beim Brüten beobachten.
Auch eine Besichtigung wertvoller Überreste wie die einer Ansiedlung aus der Kalksteinzeit (rund 3500 v.u.Z.), 4000 Jahre alte Dolmen Felder, eine rund 2000 jährige jüdische Stadt, ein Kloster mit einer byzantinischen Kirche aus dem 6. Jahrhundert und vieles mehr ist möglich. Der Bentalberg bietet einen eindrücklichen Rundblick auf die ganze Region. Die Bäche Sa’ar, Orvim, Zavitan und Meschuschim, die sich an manchen Stellen tief in den Felsen hineingegraben haben, verwandeln sich im Winter zu reißenden Sturzbächen. Im Odem-Wald werden verschiedene Hirsch- und Reharten gezüchtet. Im Süden des Golan kann man Rag’um al Hiri, ein fünftausend Jahre altes Megalithmonument, besichtigen, das vermutlich entweder für rituelle Zwecke oder als Grabanlage diente.
Die Dörfer und landwirtschaftlichen Siedlungen des Golan bieten mehrere Hundert Gästezimmer und andere einfachere Unterkunftsmöglichkeiten in ländlicher Atmosphäre an. Neben den archäologischen Sehenswürdigkeiten (Banias, Gamla, Beit Zida und das antike Katzrin) und Naturschutzreservaten bieten sich auch Keltereien, verschiedene Restaurants mit lokalen Spezialitäten und Drusendörfer im nördlichen Teil der Golanhöhen zum Besuch an.
Übernachtung im Kibbutz (F, A)

7.Tag

Akko


Ein lohnenswerter Vorschlag für den vorletzten Tag. Unternehmen Sie ein Fahrt nach Osten an die Küste, in die Stadt Akko, einer ehemaligen Phönizierfestung am Mittelmeer. Ihre eindrücklichen Bauten, Festungen und Befestigungen bergen seit alter Zeit die Spuren zahlloser Völker und machen den kleinen Ort bis heute zu einem lohnenden Ausflugziel.
2001 wurde die Altstadt von Akko von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Akko ist ein typischer Spiegel Israels: Hier begegnen sich Ost und West, Alt und Neu, Pracht und Verfall. Die große Auswahl von Sehenswürdigkeiten macht den Besuch Akkos zum abwechslungsreichen Erlebnis. An jeder Ecke erwartet die Besucher ein kleines Abenteuer oder irgendeine Attraktion.
Übernachtung im Kibbutz Kfar Giladi (F,A)

8.Tag

Tel Aviv-Flughafen


Genießen Sie das letzte ein israelisches Frühstück bevor Sie mit Ihrem Mietwagen zum Flughafen reisen. Abgabe des KFZ und Heimflug. (F)
Im Reisepreis eingeschlossene Leistungen:
  • 3 x Übernachtungen im Kibbutz Ein Gev, See Generareth
  • 4 x Übernachtungen im Kibbutz Kfar Giladi, oberes Galiläa
  • 7 x Frühstück (F),
  • Mietwagen ab/bis Flughafen Tel Aviv für 1 Woche (inkl. Versicherung CDW & TP mit unlimitierter Kilometerzahl, Vollkasko ohne SB), Gruppe A (Hyndai I20 o.ä)
  • Informationsmaterial
  • Strassenkarte


Optionale Leistung:  HP=Abendessen

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Getränke & Trinkgelder
  • Benzin
  • private Ausgaben

Hinweise:
  • Airport-Tax $ 27.- einmalig
  • Int. Führerschein wird empfohlen, Mindestalter Mietwagen: 23 Jahre, gültige intern. Kreditkarte
Saisonzeitraum Abreisetage Bemerkung
01.11. bis 28.02.14 Mo Di Mi Do Fr Sa So täglich ab/bis Tel Aviv ab 599,00,- €
01.03. bis 13.04.14 Mo Di Mi Do Fr Sa So täglich ab/bis Tel Aviv ab 699,00,- €
14.04. bis 22.04.14 Mo Di Mi Do Fr Sa So täglich ab/bis Tel Aviv ab 819,00,- €
23.04. bis 30.04.14 Mo Di Mi Do Fr Sa So täglich ab/bis Tel Aviv ab 699,00,- €

Israel Allgemein

 
Bitte beachten Sie, dass folgende Einreiseinformationen nur für die Beschaffung des Visums in Eigenregie gelten. Bei den hier angezeigten Fristen handelt es sich um Angaben der Konsulate, die nur die reine Beantragungsdauer berücksichtigen. Informieren Sie sich bitte vor Beantragung Ihres Visums über die nötigen Formulare, eventuell benötigte Einladungen oder ob ein persönliches Vorsprechen bei der jeweiligen Botschaft nötig ist. Sofern Sie eine Reise über uns gebucht haben, können Sie uns einfach die Beschaffung Ihres Visums übernehmen lassen. Die Preise für diesen Service erhalten Sie auf Anfrage.     

Einreise für Deutsche

Bei Ankunft ist kostenlos ein Einreisestempel für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten erhältlich. Notwendig sind: mindestens noch 6 Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass, Rück- oder Weiterreiseticket sowie ausreichende Geldmittel. Reisende, die vor 1928 geboren sind, benötigen ein vorab zu besorgendes Visum.

Für Aufenthalte über 3 Monate ist generell ein Visum notwendig!

Einreise für Österreicher

Bei Ankunft ist kostenlos ein Einreisestempel für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten erhältlich. Notwendig sind: mindestens noch 6 Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass, Rück- oder Weiterreiseticket sowie ausreichende Geldmittel.

Einreise für Schweizer

Bei Ankunft ist kostenlos ein Einreisestempel für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten erhältlich. Notwendig sind: mindestens noch 6 Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass, Rück- oder Weiterreiseticket sowie ausreichende Geldmittel.

Länderinformation: Die Bevölkerung Israels

 

In Israel leben derzeit rund 7,4 Millionen Einwohner.

Das herausragendste Merkmal der israelischen Bevölkerung ist seine unglaubliche Vielzahl. Abgesehen von der hauptsächlichen Einteilung der Landesbevölkerung in Juden (80%) und Araber (20%), gibt es noch viele weitere Unterteilungen. So gibt es etwa religiöse und nichtreligiöse Juden, von denen die letzteren aus zahlreichen Einwanderern bestehen, die allesamt ihre jeweiligen Traditionen und Kulturen weiter pflegen. Auch die arabische Bevölkerung ist in Muslime, Christen und Drusen unterteilt. Neben diesen Gruppen leben in Israel kleine ethnische Gruppen wie etwa die Tscherkessen und die Samaritaner, als auch kleine christliche Gemeinden aus Europa wie beispielsweise die deutsche Bet-El-Gemeinschaft in Sichron Ja´akow (Zikhron Ya´akov).

 

Ein weiteres wichtiges Merkmal der israelischen Bevölkerung ist ihre schnelle Wachstumsrate, die atypisch für heutige Industriestaaten ist. Seit der Staatsgründung hat sich die Bevölkerung fast verzehnfacht, in der Hauptsache aufgrund der Immigration der Juden aus aller Welt. Heute ist Israel ein engbesiedeltes Land, auch wenn es weiterhin größere nur spärlich besiedelte Gebiete gibt. Die israelische Bevölkerung ist jung (das Durchschnittsalter beträgt 28,3 Jahre), die Kindersterblichkeit ist niedrig (5,8 Todesfälle auf 1000 Geburten) und die Lebenserwartung ist hoch (78,7 Jahre).

 

Die jüdische Bevölkerung

Der Staat Israel wurde im Jahre 1948 gegründet, inmitten der Wirren des Unabhängigkeitskrieges. Die Staatsgründung stellte den Höhepunkt eines langwierigen Prozesses dar, während dessen das jüdische Volk begann in seine Heimat zurückzukehren – ein Prozess, der auch noch lange nach der Proklamation des Staates Israels anhielt. Tatsächlich sind seit der Staatsgründung mehr als 2,7 Millionen Juden aus rund 130 Ländern der Welt in Israel eingewandert. Diese immerwährenden Wellen der Einwanderung prägen die Politik und Gesellschaft des Landes.

Die jüdische Bevölkerung Israel wächst nicht gleichmäßig an, sondern ist durch vier hauptsächliche „Alijot“ (sing. Aliya, pl. Aliyot – Hebräisch für Aufstieg – ist der Begriff, der für die Immigration der Juden nach Israel angewandt wird) zustande gekommen. Während der Jahre 1948-1951 hat Israel um die 700 000 Einwanderer aufgenommen und in der Konsequenz seine Bevölkerung verdoppelt. Mitte der fünfziger Jahre sind rund 170 000 Immigranten aus Nordafrika und Rumänien hinzugekommen. In den frühen sechziger Jahren wiederum wanderten mehr als 900 000 Personen aus den GUS-Staaten ein und noch einmal 60 000 Einwanderer aus Äthiopien. Das kleine Land hat all diese Immigranten erfolgreich integriert.

Aufgrund der Vielzahl an Ursprungsländern, ist die israelische Gesellschaft ausgesprochen heterogen. Seit der Gründung des Staates, haben die israelischen Regierungen eine sogenannte Schmelztiegel-Politik angewandt. Dennoch haben viele Einwanderergruppen ihre althergebrachten Tradition mehr oder weniger beibehalten. Zeitgleich wuchs die Zahl der im Land geborenen „Zabars“ innerhalb der Bevölkerung, die heute die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung Israels darstellen (65%). Diese Entwicklung, vor allem aber auch die vielen Ehen, die von Mitgliedern verschiedener Bevölkerungsgruppen geschlossen werden, haben zu einer allmählichen Auflösung der Unterschiede innerhalb der unterschiedlichen jüdischen Gruppen geführt.

Neben der Aufteilung nach Ursprungsländern, gliedern sich die Juden in Israel auch nach der Intensität ihrer religiösen Weltanschauung: ultra-orthodox (12%), fromm (10%), traditionell (35%) und säkular (43%).

 

 

Die nichtjüdische Bevölkerung

Die größte nichtjüdische Bevölkerungsgruppe Israel ist mit rund einem Fünftel der Gesamtbevölkerung arabisch. Die meisten der israelischen Araber leben in arabischen Dörfern in Galiläa, in der östlichen Küstenebene sowie im nördlichen Teil des Negev. Viele Teile der arabischen Bevölkerung leben auch in den gemischten Städten wie Haifa, Jerusalem, Akko (Acre) und Ramla.

Die überwiegende Mehrheit der israelischen arabischen Bevölkerung sind sunnitische Muslime und nur etwa ein Zehntel sind Christen (zumeist Anhänger der griechisch-orthodoxen Kirche). Unter den israelischen Arabern gibt es auch Beduinen – Muslime, deren Vorväter Nomaden waren. Die israelischen Beduinen leben heute vorwiegend im nördlichen Negev und in Galiläa in dauerhaften Ansiedlungen.

Obwohl die Drusen (siehe unten) eine eigene Glaubensgemeinschaft sind, gelten sie dennoch als Araber.

 

 

Israel beherbergt noch weitere ethnische und religiöse Gruppen. Hier sind die wichtigsten:

 

Drusen: Die Drusen bilden eine Religionsgemeinschaft, die sich im 11. Jahrhundert aus dem schiitischen Islam entwickelt hat und deren Mitglieder in Syrien, im Libanon und in Israel leben. Zur Zeit leben in Israel rund 115 000 Drusen in 17 Ansiedlungen auf dem Karmel-Berg, in Galiläa und auf den Golanhöhen.

 

Tscherkessen: Angehörige eines muslimischen, nichtarabischen Volkes, das seinen Ursprung im Kaukasus hat. Als ihr Land im 19. Jahrhundert von den Russen erobert wurde, flüchteten viele Tscherkessen in das osmanische Reich. Einige kamen auch in das Land Israel, wo sie die Dörfer Richanija und Kafr Kama gründeten.

 

Samaritaner: Angehörige einer national-religiösen Gruppierung, deren Religion sehr nah zum Judentum steht. Die samaritanische Gemeinschaft entstand nach der assyrischen Eroberung des Königreiches Israel, als im Lande gebliebene Mitglieder des Königreiches Israel sich mit Angehörigen von durch die assyrischen Könige ins Exil getriebenen Völker zusammentaten. In alten Zeiten war die Gemeinschaft groß und stark. Doch erfolglose Aufstände während der byzantinischen Periode und muslimischer Druck auf die Samaritaner zum  Islam zu konvertieren, ließ ihre Größe langsam zusammenschrumpfen. Heute leben rund 700 Samaritaner, zur Hälfte in Nablus (Schchem) und zur Hälfte in Holon (Cholon).

 

 

Die Israelische Gemeinschaften

Israel ist ein engbesiedeltes Land (um die 300 Personen pro km2). Das Gros der Bevölkerung lebt in urbanen Gebieten. Die Bevölkerungsaufteilung ist jedoch nicht gleichmäßig: Die Mehrheit lebt in der Küstenebene, während der Negev, der mehr als die Hälfte der Gesamtfläche des Landes einnimmt, nur sehr dünn besiedelt ist.

Rund 91% der Einwohner Israels lebt in urbanen Ansiedlungen mit einer Einwohnerzahl von jeweils über 2000. Rund ein Viertel lebt in einer der großen Städte (Jerusalem, Tel Aviv, Haifa, Rishon le-Zion). Die größte Stadt Israels ist Jerusalem mit einer Einwohnerzahl von rund 706 000. In Tel Aviv leben hingegen nur rund 376 000 Einwohner, doch über 1,6 Millionen Personen leben in den Ballungsgebieten um die Stadt herum, die sich bis nach Herzlia (Hertzliya) im Norden und Rishon le-Zion im Süden ziehen.

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich der Kibbuz und der Moschaw, zwei spezifisch israelische Arten von landwirtschaftlichen Betriebsformen. Der Kibbuz ist ein auf Gemeinschaftseigentum basierendes Kollektivdorf. Produktions- und Konsummittel gehören allen Mitgliedern des Kibbuzen. Im Moschaw (moshav ovdim) wiederum, einen landwirtschaftlichen Genossenschaftsdorf, werden Elemente des individuellen Besitzes mit Elementen einer Kooperative wie etwa gegenseitiger Hilfe oder gemeinschaftlicher Anschaffungen und Verkauf verbunden. In den 1990er Jahren verkamen aufgrund gesellschaftlicher Umwälzungen und einer Landwirtschaftskrise viele der sozialen Grundsätze der Moschaw-Bewegung. In den meisten Kibbuzim wurden einschlägige Reformen eingeführt, so dass mittlerweile die meisten mehr oder weniger privatisiert sind.

 

Im Laufe der Jahre haben sich weitere Siedlungsformen herausgebildet: Für den Beginn der neuen jüdischen Ansiedlung im Land Israel war etwa die Moschawa beispielhaft. Die Moshawot, wie sie im hebräischen Plural genannt werden, waren landwirtschaftliche Dörfer, in den Kleinbauern mit eigenen Produktionsmitteln lebten und arbeiteten.

In den ersten Jahren seines Bestehens wurden in Israel sogenannte Entwicklungsstädte errichtet, die das Wohnungsproblem der vielen Neueinwanderer lösen sowie eine Bevölkerungszerstreuung vorantreiben sollten. Die meisten dieser Entwicklungsstädte wurden weit entfernt von den urbanen Zentren Israels gebaut.

 

 

Sprachen

Israels Amtssprachen sind Hebräisch und Arabisch. In Auslandsbeziehungen wird vorrangig Englisch gesprochen. Die meistens Israelis sprechen Englisch und die meisten Schilder sind ebenfalls in englischer Sprache.

 

Die gebräuchlichste Sprache ist Hebräisch, das von sechs Millionen gesprochen wird. Ihm folgt Arabisch, das die Muttersprache von mehr als einer Million Menschen ist. Da Israel ein Einwanderungsland ist, werden auch noch weitere Sprachen innerhalb der verschiedenen Gruppierungen gesprochen. Hier sind vor allem Russisch mit rund 900 000 Muttersprachlern, Ladino (jüdisches Arabisch) mit ca. 300 000 Muttersprachlern sowie Jiddisch, das von rund 200 000 Personen gesprochen wird zu nennen.

 

Die israelische Währung:

Die Währung des Staates Israel ist der Neue Israelische Schekel (NIS) oder kurz: Schekel (pl.: Schkalim in Hebräisch oder Schekel in Deutsch). Ein Schekel enthält 100 Agorot (sing.: Agora). Banknoten tragen die Nennwerte von NIS 20, 50, 100 und 200; Münzen die Werte von NIS 10, NIS 5, NIS 1 sowie 50, 10 und 5 Agorot.

Geldumtausch: Für die Einfuhr von Bargeld, Reiseschecks, Kreditkarten oder Wertpapiere des Staates Israel gibt es keine Beschränkungen. Alle ausländischen Währungen können am Flughafen, in den Banken, in den Postämtern, in den meisten Hotels oder auch in amtlich zugelassenen Agenturen in den großen Städten umgetauscht werden. Zum Umtausch von Reiseschecks benötigen Sie Ihren Reisepass. Die Umtauschraten variieren je nach Umtauschplatz, die Banken erheben eine Kommission. In einigen Orten, wie etwa in der Jerusalemer Altstadt, kann man auch mit US$ Banknoten bezahlen. Aktuelle Umtauschraten können Sie unter der Webseite www.bankisrael.gov.il erfahren.

Bargeldabhebung: Mit einer internationalen Kreditkarte können sowohl Schekel als auch ausländische Währungen von fast jedem Geldautomaten abgehoben werden, vorausgesetzt, der Automat akzeptiert die jeweilige Kreditkarte.

Einkäufe und Bezahlungen: Sämtliche Waren und Dienstleistungen können in den folgenden Währungen bezahlt werden: Euro, Australische Dollar, US-Dollar, Hongkong-Dollar, Neuseeländische Dollar, Singapur Dollar, Kanadische Dollar, Japanische Yen, Dänische, Norwegische und Schwedische Kronen, Englische Pfund, Schweizer Franken, Südafrikanische Rand. Allerdings sind weder die Geschäftsinhaber noch Dienstleistende verpflichtet, ausländische Währungen zu akzeptieren und dürfen auch Schekel als Wechselgeld zurückgeben, auch wenn die Bezahlung mit einer ausländischen Währung beglichen wurde.

Mit ausländischer Währung zahlende Touristen sind in manchen Fällen von der Zahlung der Umsatzsteuer ausgenommen. Zusätzlich dazu gibt es zahlreiche Läden, die vom Ministerium für Tourismus amtlich legitimiert sind, die Umsatzsteuer zurückzuerstatten. Die Händler informieren ihre ausländischen Kunden über diese Tatsache und geben ihnen eine Rechnung, die bei der Ausreise aus Israel zusammen mit den in eine versiegelte Tasche verpackten erworbenen Artikeln vorgelegt werden muss. Die Umsatzsteuer wird abzüglich einer Kommission unverzüglich zurückerstattet. Personen, die Israel in Haifa, Aschdod oder Eilat verlassen, wird die Umsatzsteuer an die auf der Rechnung stehenden Auslandsadresse geschickt. Sollte die Kaufsumme US$ 1000 übersteigen, wird die Umsatzsteuer erst nach Prüfung der Rechnung durch die Steuerbehörde zurückerstattet.

Die Umsatzsteuer wird bei einem Mindestkauf von US$ 100 zurückerstattet. In Eilat wird keine Umsatzsteuer erhoben, so dass hier für eine Summe von mindestens US$ 200, inkl. Umsatzsteuer, eingekauft werden muss, um die Umsatzsteuer zurück erstattet zu bekommen. Der Verkauf von Juwelen, deren Wert US$ 200 einschließlich Umsatzsteuer übersteigt, ist nicht von der Umsatzsteuer befreit.

Israelische Restaurants, Läden, Hotels, Museen etc. akzeptieren sämtliche führenden Kreditkarten: American Express, Diners, Visa, Mastercard/Access/Eurocard.

Trinkgelder und Preisverhandlungen: In Israel werden vor allem in Restaurants Trinkgelder gegeben. In der Regel ist die Bedienung nicht in der Rechnung inbegriffen, so das  ein Trinkgeld von mindestens 12% zur Endsumme aufgerechnet werden sollte. Im Hotel erhalten Hotelpagen, Kellner und anderen Dienstleistende ein Trinkgeld. Taxifahrer hingegen erhalten kein Trinkgeld.

Sie können in Israel bisweilen auch verhandeln, aber nicht überall. Auf den Freiluftmärkten gehört das Feilschen natürlich mit zum Spaß, so dass Sie hier nicht zu zögern brauchen. Ladeninhaber sind gesetzlich verpflichtet, die Preise der Waren auszuschildern und sind daher auch nicht bereit zu verhandeln. Dasselbe gilt für Restaurants und öffentliche Verkehrsmittel. Um unnötigen Missverständnissen vorzubeugen, sollten Sie auch Taxifahrer bitten, das Taxameter anzustellen.

Banken: Viele Banken haben sowohl in den großen als auch in den kleinen Städten und Gemeinden Zweigstellen. Die meisten haben von Sonntag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr, und am Sonntag, Dienstag und Donnerstag von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. An Freitagen und Vorabenden von jüdischen Feiertagen sind die Banken von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet. Alle Banken haben am Sabbat geschlossen. In den meisten großen Hotels stehen ebenfalls Banken zur Verfügung, die in der Regel bequemere Öffnungszeiten haben.

Wertpapiere des Staates Israel: Touristen, die im Besitz von Wertpapieren des Staates Israel sind, die entweder auf ihren Namen ausgestellt sind oder die ihnen übertragen wurden, können diese vor ihrem Ablaufdatum in jeder Bank über den gesamten nominalen Wert zuzüglich Zinsen einlösen. Die Bezahlung wird in NIS gemacht, bis zu einem Gegenwert von US$ 2,500 im Monat.

Einrichten eines Bankkontos: Sie können in jeder Bank ein lokales Girokonto oder ein spezielles Konto für Nichtstaatsbürger oder Touristen einrichten.

Der Umtausch von Schkalim in eine fremde Währung: Schekel können bis zu US$ 500 bzw. dem Gegenwert in anderen Währungen an den Bankschaltern am Flughafen zurückgetauscht werden. Alle diese Summe übersteigenden Schekel (bis zu US$ 5,000) können ausschließlich nach Vorlage der entsprechenden Bankquittung, die beweist, dass diese Summe ursprünglich mit einer fremden Währung gekauft wurde, zurückgetauscht werden.

 

Feiertage

Der jüdische Kalender bezieht sich, anders als der gregorianische, auf die Mondphasen. Die Termine werden von Jahr zu Jahr neu festgelegt. Die nachfolgend genannten Termine sind in einigen Fällen keine öffentlichen Feiertage (kein FT); es ist jedoch oftmals an diesen Tagen mit eingeschränktem Geschäftsleben zu rechnen.

Die Hauptferienzeit dauert von Juli bis August. Während dieser Zeit sowie um das Neujahrsfest sind viele Geschäftsleute verreist.

Öffnungszeiten

Geschäfte: So bis Do 8.30/9-19.30/20 Uhr, Fr und vor Feiertagen 8.30/9 Uhr bis etwa 13 Uhr; Lebensmittel-Supermärkte - So bis Do 7-21 Uhr, Fr 7-15 Uhr;

Banken: So bis Do 8.30-12 Uhr, So, Di und Do auch 16-18 Uhr, Fr sowie an Tagen vor jüdischen Feiertagen 8.30-12 Uhr (am Ben-Gurion-Flughafen haben alle Banken durchgängig geöffnet);

Ämter: So bis Do 9.30-13 Uhr.

Sabbat: Israelischer Ruhetag (von Freitag/Sonnenuntergang bis Samstag/Sonnenuntergang). Behörden, Büros, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen sind am Sabbat geschlossen. Der öffentliche Verkehr ist größtenteils eingestellt.

Kleidung

Für die Sommermonate sollte man leichte Sommerkleidung, Strandkleidung, Schwimmzeug, eine gute Sonnenbrille und Sandalen mitnehmen. Für kühle Abende in Gebirgsgegenden ist warme Bekleidung notwendig. Auf Rundfahrten und Ausflügen sind bequeme, zwanglose Kleidung und flache, geschlossene Schuhe angebracht.

Im Frühjahr und Herbst ist leichte Übergangskleidung ausreichend. Für die Wintermonate empfiehlt es sich, auch etwas wärmere Kleidung einzupacken.

Angemessene Kleidung ist bei einem Besuch der heiligen Stätten erforderlich. So sollten Männer dort nie mit freiem Oberkörper oder in kurzen Hosen herumlaufen. Tief ausgeschnittene oder ärmellose Tops sowie Miniröcke oder Shorts sind für Frauen unpassend.

 

Medizinische Notdienste

 

Magen David Adom

 

Magen David Adom (das israelische Äquivalent zum Roten Kreuz) betreibt in den meisten Städten einen 24-stündigen Notdienst und stellt auch Krankenwagen zur nächstliegenden Notaufnahme bereit.

 

Tel Aviv: 03-5460111

Jerusalem: 02-6523133

Haifa: 04 8512233

 

Shahal

Shahal ist ein Privatunternehmen, das kardiologischen Notdienst anbietet. 

Shahal  
1-800-444-666 oder 1-800-221818

Website: www.shahal.co.il

 

 

Touristenpolizei:

 

In Notfällen kann auch die Touristenpolizei, Tel: 03-516-5382, gerufen werden. Sie befindet sich an der Ecke von der Geula-Straße und Herbert-Samuel-Straße in Tel Aviv.

 

Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts

Stand: 21.01.2014

Landesspezifische Sicherheitshinweise/Reisewarnung für den Gazastreifen

Hinweise für Israel und die palästinensischen Gebiete

Vor Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt.

Es kann immer wieder zu den Gazastreifen betreffenden militärischen Operationen der israelischen Armee kommen (siehe unten).

Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen ist derzeit nur eingeschränkt für die Ein- und Ausreise von bestimmten Personengruppen (u. a. humanitäre Notfälle, ausländische Staatsangehörige und Studenten) geöffnet. Eine vollständige Schließung ist jederzeit wieder möglich. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können grundsätzlich keine konsularische Hilfe zur Ausreise aus dem Gazastreifen leisten. Auf die erheblichen Gefahren eines Transits durch den Nordsinai (vgl. Reise- und Sicherheitshinweise für Ägypten unter http://www.auswaertiges-amt.de/sicherreisen  wird verwiesen; für dieses Gebiet besteht ebenfalls eine Reisewarnung.

Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensischen Gebieten ist wesentlich vom israelisch-palästinensischen Konflikt geprägt. Aufgrund des Konflikts besteht das Risiko, als Besucher in Sicherheitsvorfälle verwickelt zu werden, auch wenn diese sich nicht gegen Ausländer richten. Insbesondere im Umfeld von Checkpoints sind Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Es wird geraten, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen und Menschenansammlungen zu meiden. Bei Besuchen im Westjordanland und in Ost-Jerusalem wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten.

Von Aufenthalten im israelischen Grenzgebiet zum Gazastreifen wird abgeraten. Es wird ferner geraten, Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze zu vermeiden. Ferner wird von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien und Libanon abgeraten.

Allen Deutschen, die sich - auch nur vorübergehend - in Israel oder den Palästinensischen Gebieten aufhalten, wird empfohlen, sich online auf der Krisenvorsorgeliste zu registrieren (http://service.diplo.de/registrierungav ). Für Aufenthalte in Israel ist die zuständige Auslandsvertretung die Botschaft Tel Aviv, für Aufenthalte in den Palästinensischen Gebieten ist die zuständige Auslandsvertretung das Vertretungsbüro Ramallah. Als zuständige Vertretung ist die einzutragen, in deren Amtsbezirk sich die meiste Zeit aufgehalten wird.

Amtsbezirk Ramallah: Palästinensische Gebiete, d.h. Westjordanland, Ost-Jerusalem, Gazastreifen (bitte Reisewarnung beachten); Amtsbezirk Tel Aviv: Israel.

Es wird dazu geraten, vor und während der Reise nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete Meldungen in den Medien über aktuelle Entwicklungen erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken, sowie die Internetseiten der Botschaft in Tel Aviv www.tel-aviv.diplo.de, und des Vertretungsbüros Ramallah www.ramallah.diplo.de zu konsultieren.

Ergänzend zu den oben aufgeführten Empfehlungen gelten folgende Hinweise:

Jerusalem (einschließlich Ost-Jerusalem)

Bei Aufenthalten in Jerusalem wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten, insbesondere in der Altstadt und den angrenzenden palästinensischen Stadtvierteln. In der Umgebung des Tempelbergs/Haram Al Sharif kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften sowie radikalen jüdischen Gruppierungen. Erhöhte Vorsicht ist an islamischen und jüdischen Feiertagen angezeigt. Ortskundige Begleitung wird zumindest an solchen Tagen empfohlen. Von Besuchen des Tempelbergs/Haram Al Sharif an Freitagen wird abgeraten.

Größere Menschenansammlungen sollten in unübersichtlichen Situationen gemieden werden.

Israel allgemein

Im europäischen Vergleich kommt Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl relativ selten vor. Gleichzeitig bleibt Israel das erklärte Ziel von islamistischen Terrorgruppen. In den letzten Jahren sind Sicherheitsvorfälle mit terroristischem Hintergrund signifikant zurückgegangen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu vereinzelten terroristischen Angriffen auf öffentliche Einrichtungen kommen kann. Bis auf Weiteres sollten Reisende bei größeren Menschenansammlungen und bei der Nutzung der öffentlichen Personenverkehrsmittel in Israel besondere Vorsicht walten lassen. Es gibt derzeit allerdings keine konkreten Hinweise auf eine gezielte Gefährdung von Ausländern.

Reisende sollten sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen (Lage der Schutzräume) vertraut machen und ggf. die Anweisungen der israelischen Zivilschutzbehörden befolgen. Auf der Website der Deutschen Botschaft Tel Aviv sind unter der Rubrik „Konsularischer Service, Nothilfe für Deutsche“ Informationen der israelischen Behörden mit Verhaltenshinweisen in Krisensituationen, u.a. bei Raketenangriffen, eingestellt. Weitere Informationen finden Sie auch direkt unter http://www.oref.org.il/?redirect491=1&reason747sha=server%20protection%20rule bzw. auf der englisch-sprachigen Facebook-Seite des israelischen Zivilschutzes (Home Front Command).

Grenzgebiet zu Syrien und Libanon

Im Zusammenhang mit dem innersyrischen Konflikt kam es zu vereinzelten Querschlägern von Mörsergranaten und Handfeuerwaffen in der Nähe der demilitarisierten Zone auf den Golanhöhen. Auch aus dem Libanon kam es zu Raketenbeschuss im Grenzgebiet. Personenschäden sind bislang nicht aufgetreten. Israel hat am 5. Mai 2013 mit Verlegung von zwei Iron Dome Raketenabwehrsystemen an die Nordgrenze Israels auf die zunehmend angespannte Lage angesichts der jüngsten Entwicklungen in Syrien reagiert.

Am 29. Dezember 2013 kam es zu einem Raketenbeschuss aus Libanon auf israelisches Staatsgebiet, dass von israelischer Seite mit Artilleriefeuer erwidert wurde.

Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien und Libanon wird abgeraten.

Grenzgebiet zu Ägypten

In jüngster Zeit wurden vereinzelt Raketen aus dem Sinai auf Israel abgeschossen, die in unbewohntem Gebiet um Eilat eingeschlagen sind. Es kam nicht zu Personen- oder Sachschäden. Ein Raketenabwehrsystem wurde vor Eilat stationiert.

Seit Sommer 2011 kam es mehrfach zu bewaffneten Zwischenfällen entlang der israelisch-ägyptischen Grenze. Dabei kam es auch zu Schusswechseln mit mehreren Toten und Verletzten.

Es wird dazu geraten, Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze zu vermeiden und auf alternative Routen auszuweichen.

Grenzgebiet zum Gazastreifen

Im November 2012 war es zu Raketen- und Mörserangriffen mit besonders hoher Intensität aus dem Gazastreifen auf israelisches Territorium gekommen. Als Reaktion darauf wurde eine israelische Militäroperation im Gazastreifen durchgeführt. Auf beiden Seiten ist dabei zahlreicher Personen- und Sachschaden aufgetreten. Die ganz überwiegende Mehrzahl der auf Israel abgeschossenen Raketen schlug in einem Radius von 40 km vom Gazastreifen ein. Es wurden allerdings auch Raketen größerer Reichweite eingesetzt. Mehrmals wurde in Tel Aviv und in Jerusalem Luftalarm ausgelöst. Eine Waffenruhe ist seit dem 21 November 2012 in Kraft, die grundsätzlich eingehalten wird. In jüngster Zeit wurden jedoch wieder mehrere Raketen aus Gaza auf israelisches Territorium abgeschossen, die zum Teil Sachschäden im Grenzgebiet des Gazastreifens angerichtet haben und israelische Gegenreaktionen zur Folge hatten.

Von Aufenthalten im Grenzgebiet zum Gazastreifen wird abgeraten.

Palästinensische Gebiete: Gazastreifen

Vor Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt.

Am 24.12.13 wurde ein Mitarbeiter der israelischen Sicherheitsbehörden in der Nähe der Grenzanlage zwischen Israel und dem Gazastreifen erschossen. Daraufhin folgten heftige israelische Luftangriffe mit Personenschäden, insbesondere auf grenznahe Gebiete.

Obwohl die Lage seitdem nicht weiter eskaliert ist, scheint es gegenwärtig möglich, dass extremistische Gruppierungen die Ereignisse nutzen, um weitere gewalttätige Konfrontationen zu provozieren, die sich potentiell auf den gesamten Gazastreifen ausbreiten könnten.

Grundsätzlich kann die Lage im Gazastreifen innerhalb kurzer Zeit eskalieren und zu einer Gefährdungssituation führen, die durch Kampfhandlungen, Entführungsgefahr und soziale Unruhe geprägt sein kann.

Durch die Schließung der meisten Tunnel zwischen Ägypten und dem Gazastreifen hat sich die Versorgungslage in Gaza deutlich verschlechtert. Die öffentliche Stromversorgung ist auf wenige Stunden am Tag beschränkt. Treibstoffmangel wirkt sich auch auf andere öffentliche Dienstleitungen wie Kläranlagen aus.

Der Gazastreifen ist seit Juni 2007 für den allgemeinen Personenverkehr von und nach Israel fast vollständig abgeriegelt. Personenverkehr zwischen Israel und dem Gazastreifen über den Grenzübergang Erez wird nur bei Vorliegen einer israelischen Sondergenehmigung erlaubt und Doppelstaatern mit palästinensischen Ausweispapieren in der Regel gar nicht gestattet. Auch die Ausreise über Erez ist in der Regel nur für Personen möglich, die mit Genehmigung der israelischen Behörden über Erez eingereist sind. Der Grenzübergang Erez wurde in der Vergangenheit wiederholt kurzfristig geschlossen.

In der jüngeren Vergangenheit war der Grenzübergang Rafah an sechs Tagen pro Woche (außer freitags) geöffnet. Wann die derzeitigen Einschränkungen gänzlich aufgehoben werden, ist nicht absehbar. Auch bei einer regelmäßigen Öffnung des Grenzübergangs kann dieser nach Angaben der ägyptischen Behörden regulär - nur - von Palästinensern mit gültigen Ausweispapieren der Palästinensischen Behörde benutzt werden. Für die Ausreise aus Gaza bedarf es eines ägyptischen Visums und einer palästinensischen Ausreiseerlaubnis.

Die Einreise nach Gaza auf dem Seeweg ist nicht möglich. Es wird angesichts einer drohenden Gefährdung für Leib und Leben dringend vor Versuchen gewarnt, in die von Israel verhängte Sperrzone der Küstengewässer vor dem Gazastreifen einzudringen. Am 31. Mai 2010 kamen bei einem solchen Versuch (sog. „Gaza-Flottille“) neun Menschen ums Leben.

Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können im Gazastreifen und in den Küstengewässern vor dem Gazastreifen praktisch keine konsularische Hilfe leisten.

Palästinensische Gebiete: Westjordanland (Westbank)

Das Westjordanland (Westbank) ist seit 1967 militärisch besetzt und in Gebiete mit verschiedenen Verwaltungsarrangements eingeteilt. Es gibt zahlreiche mobile und immobile Checkpoints und gesperrte Straßen, vor allem zwischen Israel und Jerusalem einerseits und dem Westjordanland andererseits, aber auch innerhalb des Westjordanlands. Ohne Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung sollten Sie daher nur Teile des Westjordanlands bereisen.

Besuche in den von der Palästinensischen Behörde verwalteten Städten Bethlehem, Jericho und Ramallah, sowie die Benutzung der Straße 1 zum Toten Meer und der Straße 90 im Jordantal sind auch ohne besondere Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung vertretbar. Besondere Vorsicht ist in der Umgebung von Hebron geboten. Auch auf der Straße 60 von Ramallah nach Jenin und Nablus sollte unbedingt eine orts-und sprachkundige Begleitung erfolgen. Nachtfahrten über Land sollten vermieden werden. Zugangsbeschränkungen zu militärischen Sperrgebieten sind unbedingt zu beachten.

Sicherheitsvorfälle haben im Westjordanland in den vergangenen Monaten wieder zugenommen. Dazu gehören sowohl Anschläge auf israelische Siedler und israelische Sicherheitskräfte als auch Übergriffe von israelischen Siedlern auf Palästinenser, insbesondere bei Hebron und Nablus. Es wird empfohlen, die Berichterstattung in den Medien über sicherheitsrelevante Ereignisse aufmerksam zu verfolgen.

Für das Westjordanland gilt, dass Übergänge nach Israel auch ohne Vorankündigung geschlossen werden können. Auch nach Intervention der Botschaft Tel Aviv oder des Vertretungsbüros Ramallah ist das Passieren der Übergänge in Richtung Israel dann mitunter unmöglich.

Weiterhin kommt es in unmittelbarer Nähe von Übergängen zwischen Israel und dem Westjordanland immer wieder zu Demonstrationen. In ihrer Umgebung wird zu besonderer Vorsicht geraten.

 

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.

Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an ein Gesundheitsamt in Ihrer Nähe.

Die Beratungsstelle des renommierten Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg bietet eine telefonische Reiseberatung zu allen auf der Reise wichtigen gesundheitlichen Themen an. Sie werden zu einem Wunschtermin durch einen Berater oder Arzt zurückgerufen, der dann Ihre individuellen Fragen beantwortet. Dieser Service kostet 9 € pro Anruf und die Zahlung wird online abgewickelt. Weitere Informationen unter www.gesundes-reisen.de/beratung_und_produkte

 
Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.

Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:

- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes

- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren

Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern

und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten

- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine

vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen

- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle

medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Impfschutz

Es gibt keine Impfvorschriften.

Das Auswärtige Amt empfiehlt aber, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).

Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

HIV/AIDS

kommt auch in Israel und den palästinensischen Gebieten vor-, ist mit einer Prävalenz von weniger als 0,1% der Bevölkerung aber eher selten. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen), Bluttransfusionen oder sonstigen Kontakten zu Blut besteht grundsätzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Weitere Infektionskrankheiten

Einige durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (z.B. Leishmaniose, West-Nile Fieber, Phlebotomus Fieber). Insektenschutz beachten (z. B. Repellentien, Moskitonetz , langärmlige Kleidung).

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau in Israel ist gut bis sehr gut. In den palästinensischen Gebieten ist das Versorgungsniveau deutlich eingeschränkt. Krankenwagen dürfen die Grenze zu Israel nicht passieren. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall ist empfehlenswert.

Insbesondere wenn Sie Vorerkrankungen haben, sollten Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten lassen, siehe beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Unverändert gültig seit: 21.1.2014